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Kunstverein Eisenstadt

Kunstverein Eisenstadt

5.7.2021
Ausstellung 

TALKING TEXTURES (Materialerzählungen)

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Künstlerinnen: Sasha Auerbakh, Nicoleta Auersperg,  Karoline Dausien, Nadine Lemke, Michaela Schweighofer

Ausstellungsarchitektur: Esther Vörösmarty / Stephan A. Poppe

Kuratorin: Antje Prisker

Eröffnung: Sonntag, 4. Juli 2021, 16 – 20 Uhr mit ELEKTRAE (Soundintervention)

Ausstellungsdauer: 5. Juli – 29. August 2021

Öffnungszeiten: Sa 11 – 17 Uhr, So 13 ‒ 17 Uhr

Die Ausstellung „TALKING TEXTURES" zeigt Arbeiten von fünf Künstlerinnen, die sich in ihren skulpturalen Praxen verschiedene Handwerkstechniken aneignen. Dabei wird das erzählerische Potential des Materials mit all seinen Qualitäten, Traditionen und Zuschreibungen und dessen Rolle im Prozess der künstlerischen Formfindung untersucht. Nicoleta Auersperg etwa formt unter großer physischer Anstrengung Glas zu eckigen geometrischen Körpern, Sasha Auerbakh zeigt auf rustikale schmiedeeisene Geschäftsschilder anspielende gebogene abstrakte Metallskulpturen und Nadine Lemke häkelt fragile raumhohe Geflechte aus Metallfäden. Aber auch subversive Handlungsräume werden geschaffen, um gesellschaftliche Prozesse zu untersuchen. So verfolgen Michaela Schweighofer und Karoline Dausien auch feministische oder gesellschaftspolitische Ansätze in ihren Keramik- und Textilarbeiten. Ganz im Sinne des New Materialism, dass Dinge und Material nicht passiv bleiben sondern ihre eigene Handlungsmacht ausüben, kann der Werkstoff nun selbst zum (Mit-)Akteur werden.

In der Ausstellungsserie „Materialerzählungen“ stellt der Kunstverein Eisenstadt ein Jahr hindurch nationale wie internationale Künstler*innen vor, deren Schaffen vor allem von Materialität bestimmt ist. Gezeigt werden Objekte und Gegenstände, die oft einen nur unvollständigen praktischen Nutzen bieten, keiner handwerklichen Materialgerechtheit folgen oder spielerisch mit Stofflichkeit und tradiertem handwerklichem Wissen umgehen. Alltägliche Dinge werden zitiert oder verwandeln sich in hybride Produkte, deren Zweck nicht offensichtlich scheint oder ad absurdum geführt wird. Die Gebilde spüren Qualitäten von Oberflächenbeschaffenheiten nach, die irritieren und überraschen, bestenfalls verführen, sie zu begreifen, und so zu „Materialerzählungen“ ausholen, die erfrischende Aneignungen, Adaptionen und Neuformulierungen versuchen.

Text: Antje Prisker

Ausstellungsansichten: © kunst-dokumentation.com / Manuel Carreon Lopez

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